Zweiter Lockdown...was tun gegen den Blues?1

Was tun gegen den Lockdown Blues?!....wir brauchen eine Perspektive!
Im Interview ein paar Vorschläge...
"Leonhard Schilbach: Tatsächlich könnte man denken: Die faktischen Bedingungen und die Limitationen sind ähnlich wie im Frühjahr, deshalb wird es uns leichter fallen. Aber ich glaube, diese Sichtweise ist naiv. Ich fürchte, der zweite Lockdown wird für viele Menschen psychisch schwieriger auszuhalten sein.
ZEITmagazin ONLINE: Warum?
Schilbach: Nun, Menschen haben ein Gedächtnis und nutzen Erfahrungen, um Erwartungen für die Gegenwart und Zukunft zu generieren. Viele haben noch vor Augen, wie anstrengend die Zeit des ersten Lockdowns war, oder wie traurig und einsam. Ich glaube auch, dass viele damals die Hoffnung hatten, dass sie da jetzt einmal durchmüssen und dann nie wieder. Jetzt, vor dem zweiten Lockdown, ist klar, dass es anschließend erneut zu einer Verschlechterung kommen kann. Dies kann uns lähmen. Psychologisch gesehen wäre es deshalb so wichtig, wenn neben dem Einfordern eines neuen Kraftaktes auch eine Perspektive angeboten würde, wie es danach weitergehen kann, ohne dass immer wieder Lockdowns erforderlich werden. Menschen müssen in schwierigen Phasen einen Sinn und ein Ziel sehen, sonst halten sie eventuell nicht durch."
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Wie beschreibt man am besten die menschliche Persönlichkeit?!

Lesenwerter Beitrag zum Thema Persönlichkeitseigenschaften.
Sechs Faktoren scheinen uns besser zu beschreiben als die "Klassiker" Big 5!
"Der Faktor Ehrlichkeit-Bescheidenheit verschafft dem Sechs-Faktoren-Modell, auch genannt »Hexaco«, einen Vorsprung. Es schlägt die Big Five in der Vorhersagekraft, wie Untersuchungen zeigen. Persönlichkeitsprofile, die auf den sechs Faktoren basieren, erlauben etwa bessere Prognosen für Phobien, Psychopathie, Risikobereitschaft, Berufserfolg, Machtstreben und Materialismus. Auch ist damit besser abzusehen, ob jemand zu Straftaten neigt. Der Versuch, diesen neuen Faktor mit Hilfe der Facetten der Big Five nachzubauen, scheiterte. Das Hexaco-Modell blieb der bessere Prädiktor für Delinquenz, darunter Vandalismus, Diebstahl und Verkehrsdelikte."
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Thema: Emotionsstile und das Gehirn

Lesenswerter Beitrag zum Thema Hirnforschung und Persönlichkeitsstile.
"Und jeder kann sich ändern. Nur weil das Emotionsprofil in neuronalen Schaltkreisen verwurzelt ist, heißt das nicht, dass es unveränderlich wäre. Das Gehirn ist formbar und ein Leben lang in der Lage, sich neu zu organisieren. Diese »Neuroplastizität« bestimmt, inwieweit wir uns ändern können. So hat jeder einen gewissen Spielraum, die Leinwand seines Lebens selbst zu gestalten. Davidson schlägt verschiedene Arten von mentalem Training vor, mit dem man sein eigenes Gehirn »umgestalten« könne (in Kürze folgt dazu ein Interview mit Richard Davidson). Beim emotionalen Stil ist es nicht anders als bei der übrigen Persönlichkeit: Man muss sich selbst kennen, um das Beste aus seinen Möglichkeiten zu machen."
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Mit Angst gelungen umgehen!

Ein wunderbarer Blog-Beitrag einer jungen Kollegin zum Thema Angst! Unbedingt lesen bitte!
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Einsamkeit und was sie mit uns macht!

 

Sehr lesenswerter Beitrag aus der Psychologie Heute zum Thema Einsamkeit....in der aktuellen Coronasituation brisanter denje!

"Auch für den Depressionsforscher Martin Hautzinger, Psychologieprofessor an der Universität Tübingen, sind Alleinsein und Einsamkeit getrennte Kategorien: „Alleinsein ist ein soziales Phänomen: Man ist nicht mit anderen zusammen. Einsamkeit hingegen ist ein psychologisches Phänomen. Man kann sich auch inmitten Hunderter Menschen einsam fühlen.“

Und man kann sich zu zweit einsam fühlen. Zwar hilft die Ehe den meisten, Einsamkeitsgefühle zu dämpfen, und Verheiratete sind statistisch gesehen weniger einsam als Unverheiratete. Eine Garantie gegen innere Verlassenheit wird bei der Hochzeit aber nicht mitgeliefert. „Tiefste Einsamkeit innerhalb einer Ehe ist ein großes literarisches Thema von Madame Bovary bis hin zu den Sopranos“, schreiben Cacioppo und Patrick.

 

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